Duft der Ferne
Meine Großmutter sagt, hüt dich vor dem Fluchen. Denn wie man in den Wald schreit, so schallt es heraus. Hab's nie hinterfragt, wollt's stets versuchen. Doch Angst die immer gleich bleibt, stieß auf Applaus.
So verließ mich kein Wort der negativen Freude, keine Silbe mit verfaultem Geruch. Mein Kopf war kein Ort für jegliches Verstreute, mein Herz schlug seelenruhig in meiner Brust.
Zuerst kommt die Arbeit und dann das Vergnügen, dies war das Mantra der Erziehung. So herrschte Klarheit ich würd mich stets bemühen. Doch hier war der Anfang der Verschließung. Mein Körper eine Hülle, mein Geist eine Leinwand, mit Bildern die meine Eltern malten. Mein Körper voll Fülle, mein Geist spürte kein Zwang, will schildern wie Zweifel an mir nagten. Nichts war mein Werk voll Fehlern und Schwächen, fühlte mich fremd in Mitten dieser Wärme. Nichts war mehr wert ich konnt zerbrechen, doch würde nichts sehen im Spiegel meiner Scherbe. Der Kampf gegen Windmühlen hatte begonnen.

Die Pflanzen die sie hegten voll hübscher Natur, waren giftige Schlangen mit zischenden Zungen. Die stets Eier legten mit ihrem Schwur, nahmen mich gefangen war trotz Wissen dumm. Alles hat Sinn nichts passiert ohne Grund, ein Satz der so viel beschränkt. Nichts was daran stimmt, geht gegen Vernunft, kein Platz für was man nicht kennt.
Doch sie wollten nichts hören, meine Phrasen waren Dreck, gekleidet in Kindergewand. Sie ließen nichts stören, ihre Welt war perfekt, sah meine die immer verschwand. Stille Wasser sind tief, in ihnen steckt Wahrheit, bei mir nur loderndes Feuer. Sie waren so vertieft, in ihre Klarheit, mein Geist war ihnen nicht geheuer. So wurd ich zum Bild ihrer eigenen Wesen, ein Schatz den jeder sieht. Mein Ich war verhüllt voll bleibender Schäden, kein Satz den mein Leben schrieb.

Sicherheit wurde zu einem Gefängnis, Freiheit doch ein falscher Weg. Ich war klein überall das Bedrängnis, kein Leid was für mich noch zählt. Echte Indianer kennen keinen Schmerz, ein Satz den mein Vater prägte. Seit er nie da war hat es keinen Wert, ein Spatz lebt in meiner Seele.
Er fliegt und ist frei, kann tun was er will, jeder Baum ist sein Zuhaus. Er liebt jeden Zweig, ruft und ist still, es gibt kaum was das ihn laust. Seine Federn von Außen wie die jedes Anderen, doch schaust du genau hin, ein Unikat. Seine Lieder singen tausend doch dies ist ein Klang den, kein anderer draußen hat.
Kaum zog ich aus warf ich mich weg, verbrannte die Bilder der Qualen. Nichts was ich brauch nichts war perfekt, holte zurück was sie mir stahlen. Seit dem seh ich mich im Schatten der Seele, im Spiegel des Lichts, in Scherben des Elends. Denn was dich nicht tötet macht dich nur stark.


Autor: Jay Zo (21 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Ich möchte den Leser mit auf eine Reise durch seine Fantasie nehmen. Er soll eigenständig die Welt seines Lebens entdecken und neue Dinge erleben. Durch meine Poesie möchte ich ihn zum kritischen Denken animieren und einfach ein paar schöne Minuten bringen. Selbst wenn der Inhalt des Textes kein positiver ist, muss es dennoch kein trauriges Ende haben. Mir reicht es jedoch schon, wenn dir nur ein Satz gefällt. Dann hab ich alles getan, was ich wollte.
Mein Werk nimmt jeden mit auf eine Reise, mit eigenen Punkten zur Interpretation. Ich möchte, dass sich Menschen dies durchlesen und danach nicht denken, sie hätten ihre Zeit verschwendet. Mein Ziel ist es, die Welt ein wenig bunter zu gestalten.
Quelle: jayzoarts.wordpress.com