HÖRIG
Ich höre morgens dein kurzes Atmen
und höre deinen hungrigen Bauch.
Ich höre dein Singen beim Waschen
und dein Kauen beim Essen auch.
Ich höre deine langsamen Schritte
und die Federn der Wohnzimmercouch,
höre in der Stille dich flüstern
und denke, bitte höre nicht auf!


Autor: Marco Beckendorf (35 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Das Gedicht habe ich für meine Jugendliebe geschrieben. Es ist schon einige Jahre alt. Durch den Tod meines Vaters und der damit verbundene große Verlust für meine Mutter ist mir das Gedicht wieder in Erinnerung gekommen.
Quelle: Eigenbeitrag