In den Zeilen
Es ist so schön einfach immer das Offensichtliche zu sehen.
?Leicht, das was man sieht anzunehmen und so durch seine Welt zu taumeln.
Scheuklappen auf den Augen und Spiegel in seiner Welt,
die wieder alles auf einen selbst zurückführen.
Spiegel, die einem nur das zeigen,?was man selbst sieht,
was man versteht, ?was man sehen will.
Doch ist es das was uns Menschen ausmachen sollte?
Ist das menschlich?
Oder heißt menschlich sein nicht viel mehr, die kleinen Wahrnehmungen zu machen.
Wache Augen zu haben.
Einen Menschen am Rande, nicht als solchen zu sehen, sondern seine Geschichte?
Eine Träne nicht zu übergehen, sondern die Gedanken hinter der Traurigkeit zu verstehen?
Einen vermeintlich anderen nicht als einen solchen zu sehen, sondern wie eine neuartige Blüte, die einen Garten bereichert?
In den Sätzen, die Menschen so vor sich her sagen, das Einmalige zu sehen?
Das zwischen den Zeilen?
Wahrhaftig zu sein und zu fühlen.
Offen durch die Welt gehen und das auch in den Zeilen zeigen.


Autor: Kathrin Ludwig (25 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Ich habe sehr viel Leseerfahrung und Schreiberfahrung durch meinen Blog und meine persönlichen philosophischen Interessen.
Das viel wichtigere aber ist, warum ich diesen Text einreiche. Man erlebt viele Menschen, die einfach nur Mensch sind. Ihren Alltag leben, in dem Grau viel bedeutender als Bunt ist. Weil sie das bunt nicht mehr sehen. Sie sehen nur sich und öffnen sich nicht mehr für die wundervollen Dinge, die es gibt. Ich möchte mit meinen Texten einen Anstoß, gerade in der so schnellen Zeit, geben, wieder einmal seinen Blick zu heben. Andere Menschen wahr zu nehmen, hinter die Fassade zu schauen, Fragen zu stellen und Chancen zu sehen. Zwischen den Zeilen lesen eben.
Quelle: von mir