Unzählige Farben
Unzählige Farben

Gebettet auf Kies
mit geschlossenen Augen
in den Himmel schauend,
jonglieren sie
mit fliegenden Möglichkeiten

Finden keine Ruhe,
in klanglosen Nächten
singen sie im Maschendrathzaun

Umgeben von Gedankengarn,
weben taufrische Wege
aus fädiger Fantasie,
die sie wartend kehren

Weichen nicht,
hauchen dich hinein
in das Grau kalter Wintertage
mit blauäugigen Nebelschwaden

Saugen Tränen auf
wie ein Schwamm,
wringen mich aus
auf Feldern,
die liegen brach,
Knospen
von Frühlingsblumen

Dunkle Abfolgen
auf hellem Grund,
gemalt mit unzähligen Farben,
Von dir gesehen,
vielleicht,
in unzähligen mehr




Autor: Laura Oberländer (17 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Ein Gedicht über das Schreiben und das, was es für Verfasser und Leser bedeuten könnte. Und darüber, wie schön es ist, wenn man zu einem Gedicht oder einem anderen literarischen Text einen ganz persönlichen Zugang finden und wie individuell jeder Leser für sich eine Bedeutung in den Worten entdecken kann.
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