Stiche
Stiche


Die Zunge pinselt das Gift
Auf die Pfeilspitze
Trifft das Opfer im Schritt
Der Mund wird zahnlos

Der Wind bietet kein Haus
In ihm wispern die Erinnerungen
Die Stiche der Sonne
Wie sollen sie die Wunden nähen
Die Flügel der Nacht
Welchen Hort können sie anfliegen

Die Flucht gilt
Dem aufgebrochenen Kokon
Die Gnade
Liegt in den Sekunden


Autor: Jochen Jürgeleit (24 Jahre)
Motivation für diesen Text, Schreib- oder Leseerfahrung des Einreichers: Schreiben ist Ausdruck, ist Lust, ist Anstoß; es ordnet mich und meine Gedanken
Quelle: unveröffentlicht